Drei Elstern, Spitzbubenblick, streiten sich um ein totes stück blaues plastik, drüber rauscht die gelbe u1 nach prenzlauer berg. A. sagt, sie empfindet die strassenatmosphäre dort immer wie "lüneburg am samstagvormittag". Auch nicht wirklich ein ritterschlag. Drüber dröhnen "Two Princes".
Remember? Das waren noch ganz andere spindoktoren. Und heute? Da fasst die bundesarbeitsministerin in der pressekonferenz nach eigenen worten den erfolg "ihres" mindestlohngesetzes so zusammen: "für die menschen in unserem land ist der mindestlohn mit drei worten zu beschreiben: Mindestlohn gleich Drei Euro Fünfzig!" Ganz genau, DREI WORTE. Ich hingegen halte es mit Fela Kuti's VIP - Vagabondes in Power
Nicht mehr lange und wir sind sulla strada per l'italia
Künftig nur noch wochenzusammenfassung, muß mir nicht den stress machen, jeden tag über einen eintrag nachzudenken - selbst wenn ich keinen verfasse.
Los geht's!
A. kommt nach berlin, endlich wieder eine gelegenheit, rotes, blutiges fleisch zu essen, selbst S. sagt, es sei auch mal gut mit der vegetarierei. Am nächsten tag steht's in der zeitung: Veganes essen auch nicht gesünder als der rest.
Restliches wochengepläschere, aufgehellt nur durch BMs vorgestellte reisepläne, Paris, Halle und Vancouver. Das nenn' ich mal ambitioniert. Kollege SB und ich beschließen lyrik zu generieren und ins netz zu stellen, antidot zu lyrikbloggern.
Am donnerstagabend erzählt der onkel, nach den üblichen suaden zu rente und krankheiten, daß er auch - noch einmal ! - in die us of a wolle, ihn aber die grenzkontrollen abhalten. Naja, entweder man gibt seinen wünschen nach oder eben nicht. Gosto will 'ne wurst, der onkel auch.
Und so kommt es:
Dreimal gelb, leuchtend, vor dem fenster. Einige versprengte blausterne und der achim-vera-kirschbaum blüht, als gebe es keine morgen.
Die vorfreude auf Serventin ist beinahe schon euphorisch; alle meine sinne justieren sich auf den süden. Die bloße vorstellung - imagination - der gerüche, geräusche und des lichts läßt mich lächeln.
E. kommt heute mit auf's land und ich freue mich auf nicht alterskohorten gemäße gespräche. Nur rente und krankheit tragen keinen tresenabend.
Nur so ein gedanke im westpark zwischen all den jogger- und strechterinnen: Warum halten alle (!) ein streicheltelephon in der hand?