Freitag, 31. Januar 2014

Minus 6

Johannesburg, 


der eine, mombasa, die andere, ich kann nicht einmal nach fürstenberg fahren. 

Statt dessen schreit mich mein postfach an: Jetzt sofort dies und das tun, gefordert von jemandem, der sich jahre nicht gemeldet hat. Das schönste an der nachricht - sie hat etwas finales. Komme ich der aufforderung nach, höre ich nie wieder vom absender! Sehr reizvoll.

Noch reizvoller - der jadesee, wenn schon nicht südafrika, dann wenigstens turkana:


Im Hintergrund, schemenhaft, Central Island
Das wäre eine aussicht für's wochenende


Donnerstag, 30. Januar 2014

Minus 5

Am spiegelzelt 


wird gebaut, ich freue mich auf diese besucher:



Mehr cine-hipster geht nicht….oder?

Gut, es fehlen die überdimensionierte kopfhörer und die umhängetasche aber ansonsten?

Mittwoch, 29. Januar 2014

Minus 4

Grau 



und je länger der tag dauert um so grauer wird es……Shit

Dienstag, 28. Januar 2014

Minus 3

Brauche keinen wecker mehr - das übernehmen die schneeräumkommandos. Auch eine art hurt locker.

Die nachrichten werden aber auch nicht besser - ole pete seeger's gone for good.

In der u-bahn. Herrndorf schreibt: 

"Später in der Nacht erwache ich, weil der Fernseher läuft, Filme über die Maueröffnung. Das interessiert mich wieder. Großartige Zeit. In den Achtzigern hatte ich keinen Fernseher. Ich mußte mich bei Eva einladen, um zum ersten Mal die Bilder zu sehen. Aber wie alle Linken, die ich damals kannte, also alle, stand sie der Sache ganz gleichgültig gegenüber."

Nun, vielleicht speiste sich die vermeintliche gleichgültigkeit aus der einfachen erkenntnis, dass all der hysterische jubel nur vorbote einer neuen weltordnung war? Die linke gleichgültigkeit war nicht gegen die befreiungsfreude der durch die checkpoints strömenden gerichtet sondern der sicheren einsicht geschuldet, die selbstauflösung des bis dahin existierenden gegenpols zum westlichen modell würde den weiteren verlauf tiefer bestimmen, als die freude über westbananen am abend des 9. novembers vermuten  liess.




Guess what? So kam es: Eine frau aus den neuen ländern radikalisiert die cdu richtung markt und exekutiert die schrödersche doktrin der agenda….

Montag, 27. Januar 2014

Minus 2

Schnee, oh mann, schon wieder schnee. 


Die amseln und spatzen haben ihre vorfrühlingslaune erstmal vergeblich verbreitet. Verzichte auf das fahrrad und laufe auf dem weg zur u-bahn dem kollegen s. in die arme, wie schön, u-bahn wird gestrichen und wir marschieren durch's schneetreiben zu fuss ins büro.

Kinematographische diskussionen auf dem weg zur arbeit sind durchaus belebend, wußte gar nicht, dass die bbc serie sherlock den kollegen s. so begeistert. cumberbatch als peter guillam fand ich überzeugend, liegt aber auch an der vorlage, john le carre, was kann da schon schief gehen?





Diesen fluss über die woche aufrechterhalten.

Well then, good night, wenn 20-jährige mit verzücktem gesichtsausdruck bob dylan aus den frühen sechzigern hören, ist es noch nicht zu spät. Platten waren allerdings pre newport 1965 - so he missed love minus zero/no limit, pole sana.....


Sonntag, 26. Januar 2014

Minus 1

Sonntag - 


schon am morgen ein klarer gedanke - okay, nicht originär von mir, aber trotzdem klar:

DD: You're talking as if they're some fresh version of us. They're not. Young people don't know anything. Especially if they're young.

RS: Well, let me set this in a more appealing context for you. Prove them wrong.

Und Österreichs Außenminister ist 27!




So sieht dann vielleicht das nächste Bundeskabinett aus!

Dann wäre da noch die antwort schlechthin, nein, nicht 42, sondern spezifischer:

Frage: Aber man kann sich doch kein Leid wünschen, nur um nicht neurotisch zu werden?

Antwort: Sie fragen, als ob das Leben ein Rätsel wäre, das man lösen könnte. Der Sinn des Lebens ist zu leben. Wir sind in die Welt geworfen, es gibt keine alternative Geschichte.

Kluge frau, nachzulesen im magazin der süddeutschen, sie heißt Agnes Heller und ist nicht mit dem klugscheißenden feuerwerker aus wien verwandt.

Heute war mal wieder großer waschmittelpsychologieabend im öffentlich rechtlichen, besonders hervorzuheben "tatort" und "nachtschicht", vermeintliche kindesmisshandlung und schon kriechen alle psychologieapologeten aus den skriptlöchern.

Es sei an das grossartige interview mit borwin brandelow im spiegel vor einigen jahren erinnert: 

"Es ist ein großer Irrtum zu glauben, (...) alle müßten ganz schnell therapiert werden. Die Wissenschaft hält das inzwischen für kontraproduktiv. Es gibt Untersuchungen zum Zugunglück in Eschede im Jahr 1998, wo 101 Menschen ums Leben kamen. Damals wurden mehr als 600 Helfer psychologisch betreut. Später stellte sich heraus, dass die Therapierten häufiger ein Belastungssyndrom entwickelten als jene, die nicht in ärztlicher Behandlung waren. Es gibt mehrere Untersuchungen, die das belegen."

Und die eintracht hat eins zu null gegen hertha gewonnen.

Samstag, 25. Januar 2014

This is the end

Ein anfang:


Also - samstag, 25.01.2014 - los geht's, nach dem gelben fleck in der 'ansicht von delft gesucht', nichts gefunden. Doch eine illusion, die das sterben leichter macht?

erstaunen über einen italiener, paolo giordano, von dem ich noch nie hörte. L. fragen, ob es im irak ähnlich war.

dlf berichtet über den augenblicklichen parteivorsitzenden der spd, er sei der erfolgreichste seit langem. Frage S., welche erfolge wohl gemeint sind. Sie erklärt, die unterzeichnung der koalitionsvertrages mit der cdu sei darunter zu verstehen. 

Aha! Brave new world - alles, was das wahlprogramm vorgab, um die sozen wählbar zu machen, wird aufgegeben, um mit zu regieren. Was für ein erfolg! Es beruhigt mich nur wenig, daß meine unmittelbare umgebung die veröffentlichten meinungen zur augenblicklichen lage der spd und der alten/neuen regierung nicht teilt. Wir sind zu wenige.

Finde noch etwas gelbes, jersey von raphael schäfer. Will man daran in der letzten stunde denken?

Der Glaube marschiert: