Brauche keinen wecker mehr - das übernehmen die schneeräumkommandos. Auch eine art hurt locker.
Die nachrichten werden aber auch nicht besser - ole pete seeger's gone for good.
In der u-bahn. Herrndorf schreibt:
"Später in der Nacht erwache ich, weil der Fernseher läuft, Filme über die Maueröffnung. Das interessiert mich wieder. Großartige Zeit. In den Achtzigern hatte ich keinen Fernseher. Ich mußte mich bei Eva einladen, um zum ersten Mal die Bilder zu sehen. Aber wie alle Linken, die ich damals kannte, also alle, stand sie der Sache ganz gleichgültig gegenüber."
Nun, vielleicht speiste sich die vermeintliche gleichgültigkeit aus der einfachen erkenntnis, dass all der hysterische jubel nur vorbote einer neuen weltordnung war? Die linke gleichgültigkeit war nicht gegen die befreiungsfreude der durch die checkpoints strömenden gerichtet sondern der sicheren einsicht geschuldet, die selbstauflösung des bis dahin existierenden gegenpols zum westlichen modell würde den weiteren verlauf tiefer bestimmen, als die freude über westbananen am abend des 9. novembers vermuten liess.
Guess what? So kam es: Eine frau aus den neuen ländern radikalisiert die cdu richtung markt und exekutiert die schrödersche doktrin der agenda….
