There is more to come soon
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Wir machen den weg frei - wie erfahrung, reflexion, intellekt und zusammenhänge aus dem werden in der politik verdrängt wurden.
Positives denken als möglichkeitsmaschine jenseits aller möglichkeiten oder besser gesagt die ewige wiedererfindung der möglichkeit ohne grundausstattung. In der sz vom vergangenen wochenende schreibt Thomas Steinfeldt über das "Positive Thinking". Sehr erhellend, seit knapp 150 jahren - ein schelm, der hier koinzidenzien sieht - besiedeln mystiker der besonderen art die intellektfreien räume der "zahllosen schismen um ein- und dasselbe prinzip (….): um den glauben, dass gedanken dinge seien - thoughts are things - und also nicht nur bestandteil der dinglichen welt, sondern, eben weil im grunde von epiphanischem charakter, immer auch mögliche agenturen der weltveränderung". (sz nr. 44, 22./23. februar 2014).
Schlagartig wird mir klar, was in den abteilungen, kreisen und übergeordneten verbandsstrukturen der parteien abgeht. Es ist die sammlung ich-zentrierter erfahrungsloser gesell/inn/nen mit ausgeprägtem bewußtsein, das alles möglich ist. "Just do it"! als referenz des politischen.
Der neugewählte italienische ministerpräsident stellt dann auch sein neues kabinett mit dem hinweis auf die juvenilität und die geschlechterparität der kabinettsmitglieder vor. "Yes, we can" statt erfahrung, oder ist es mehr das "Think and grow rich"?
Es mag ja im profifussball angehen, daß 17jährige in zwei jahre dauernden crashkursen zu veritablen fussballspielern in den profiligen heranreifen, ob aber endzwanziger auf dem diplomatischen parkett nur qua des "Gesetzes der Anziehung" (Prentice Mulford) schon tauglich sind, darf bezweifelt werden.
All der zweifel nutzt aber nichts, wenn die politischen agenturen von einer generation (kreissaal, hörsaal, plenarsaal) mangels alternativen in der anderen welt gehijackt werden. Konsequenterweise führt das dann - nicht zuletzt der manglenden transparenz des auswahlverfahrens von kandidaten wegen - zu personellen entwicklungen, deren umgangsformen und inhaltliche qualitäten durch sogenannte "social networks" und das auch dort transportierte "positive thinking" geprägt sind. Es herrscht die diktatur des "LIKENS".