Sonntag, 16. März 2014

Minus 40

Wind

verstärkt die unschärferelation, vor allem beim sehen, die natur jedoch wird lauter, bei de Toqueville schreit sie in die stille, die das sinnkonditionierte ohr empfindet.

Die märkischen kiefern vor meinem fenster beugen sich dem wind, dem sturm, sie zelebrieren ihre biegefähigkeit im orkanischen luftkonzert. Der ton schwillt an und ab, den kontrapunkt bilden die in schneller abfolge sich darüberlegenden fetzen von sonnenlicht.

Der reisende findet keine spuren seiner französischen landsleute auf der insel im oneida, umso stärker prägt sich ihm der zufluchtsort ein. de Toqueville sucht kein paradise lost, er zeigt die gewaltigen einflüsse der zivilisation selbst in den entlegensten winkeln amerikas ohne sie zu beklagen, denn er weiß, dies ist der pfad der entwicklung.

Derweil stürmt es im nordbrandenburgischen was das zeugt hält. S. flüchtet vor der gartenarbeit aus angst, sie würde weggeweht. Es zeigt sich erstes gelb an des forsytien, zart nur, aber immerhin.