Sonntag, 23. März 2014

Minus 43

Freitag, Samstag, Sonntag 

mit whisky-, politik- und familienpsychologisch geschwächtem kopf hinaus auf's land. 
Es geht doch nichts über mittagsschlummer, die welt sieht danach auch nicht anders aus aber der schleier im kopf lichtet sich. 

Immer noch Sky Below im kopf, colours to the blind, nicht das neueste aber offenkundig habe ich in den neunzigern der populärmusik wenig aufmerksamkeit gewidmet. 

Zeichen der sich abschließenden wiedervereinigung: Der letzte ddr-bäcker schließt in fb seinen laden, schade, waren prima ddr-schrippen und ein herrlich gestriger laden, keine latte, kein stehkaffee und die liebenswürdige verkäuferin trug mit großer würde blümchengemusterte zonen-kittelschürzen. Was ein alternativprogramm zu den gegenderten, vermeintlich modebewußten frauen, die mir tagtäglich über den weg laufen. Und kochen geschweige denn backen können die auch nicht. 

Freudenfeuer im garten, freude über den gewonnenen platz und die hitze ist übermäßig. S. pflanzt blaue bomben und berichtet freudig, daß das "hörnle" wieder durch den garten turnt. Bei der fahrt ins benachbarte lychen fällt uns auf, daß im norden brandenburgs von frühling noch kaum die rede sein kann. Zwar schlagen die finken wie verrückt und die forsythien geben ihr bestes aber im wald ist es noch eher wintergraubraun. 

Scahills inside zu blackwater läßt mich schlecht schlafen, die penetration der demokratie durch die mächte der wirtscharft ist weiter fortgeschritten, als ich dachte. Es zeigt sich, daß die konservativen think tanks vor allem in den us of a mit ihren ansätzen der erodierung des staatswesens weiter vorangekommen sind. Und immer noch macht auch bei uns das gespenst die runde, privat sei besser als staatlich. Wie schreibt Scahill?
"While radical privatization is having a devastating impact throughout society, the privatization of the war machine has been lethal"



Da helfen auch keine Sicherungsbojen